€uro am Sonntag Roundtable Januar 2021

„Die Aktienkurse steigen weltweit“ (Sponsored Post)

Vor beinahe zwei Jahren startete €uro am Sonntag das Projekt „VermögensverwalterEXTRA“. Bis zu einem Dutzend unabhängige Vermögensverwalter wurden begleitet, um ihre Leistungen und Fonds für potenzielle Anleger transparent und greifbar zu machen. Das Projekt geht auch 2021 weiter. Zu Beginn des Jahres ziehen wir eine weitere Zwischenbilanz.

Zu Beginn des vergangenen Jahres ahnte niemand, dass 2020 ganz im Zeichen der Corona-Pandemie stehen würde. Alle Welt erwartete eher Tumulte wegen des Brexits oder rund um die Präsidentschaftswahl in den USA, aber gewiss nicht, dass Begriffe wie Lockdown, R-Wert oder Sieben-Tage-Inzidenz plötzlich zum alltäglichen Sprachgebrauch gehörten. Viel spricht dafür, dass das auch 2021 zunächst noch so sein wird.

Für Vermögensverwalter, die schon diverse Krisen hinter sich haben, war 2020 ungewöhnlich herausfordernd. Und das nicht nur, weil Ende des Jahres jede Meldung zu einem Impfstoff gegen Covid-19 zu Ausschlägen an den Börsen führte. Grund genug, mit den Experten über ihre Erwartungen für 2021 zu sprechen. Die Porträts und Produkte der Teilnehmer finden Sie – wie gehabt – hier.

Dieter Fischer: Ein in vielerlei Hinsicht aufregendes Jahr 2020 liegt hinter uns. Ich nenne nur die Stichworte Corona-Pandemie und US-Präsidentschaftswahl. Welches Marktumfeld erwarten Sie 2021?

Johannes Hirsch: Ich bin sehr optimistisch. Es lässt sich, glaube ich, kein besseres Umfeld als das für 2021 malen. Ich erwarte eine expansive Politik der Notenbanken, ebenfalls expansive Staatshaushalte, nur überschaubare Störmanöver durch die Politik und eine Fortsetzung des gerade begonnen habenden Konjunkturaufschwungs. Und die niedrigen Zinsen geben Rückenwind für alle risikobehafteten Anlagen.

Fischer: Sehen Sie das auch so positiv, Herr Barthels?

Guido Barthels: Und ewig grüßt das Murmeltier, kann ich da nur sagen. 2021 ist, wie jedes vergangene Jahr seit 1987, ein großes Fragezeichen für mich. Dieses Mal ragt aus dem Nebel aber die Hoffnung heraus, dass das Corona-Virus im Verlauf des Jahres besiegt wird. Falls nicht, wird es ganz hässlich und die Folgen wären kaum absehbar. Zumal die Interventionsmöglichkeiten von Regierungen und Notenbanken an ihre Grenzen gekommen sind, wenn ich mir ansehe: Die Staatsschulden sind auf Rekordniveau, Zinsen existieren nur noch in Geschichtsbüchern, die Geldmengen sind extrem gestiegen und die Aktienmärkte sind massiv überkauft.

Gabriele Hartmann: Wenn in der ersten Jahreshälfte breitflächig ein Covid-19-Impfstoff eingeführt wird, erwarten wir die weltweite Produktion und die Unternehmensgewinne sukzessive wieder auf Vor-Pandemie-Niveau. Zudem ist zu erwarten, dass es umfangreiche staatliche Fördermaßnahmen mit entsprechend stabilisierenden Auswirkungen auf die Konjunktur geben wird. Zurückgebliebene Aktien des Jahres 2020 dürften 2021 attraktiv sein.

Martin Garske: Das wahrscheinlichste Marktszenario für Ende 2021 im Vergleich zu Ende 2020 sieht so aus: Die Aktienkurse steigen weltweit, die Renditen für Unternehmensanleihen mit Top-Bonitäten legen leicht zu, die Nachfrage nach solchen Anleihen geringerer Bonitäten steigt und der Goldpreis geht kräftig zurück. Aus unserer Sicht gibt es in diesem Jahr drei große Themen: Die Nachrichten rund um den Covid-19-Impfstoff, die positiv oder negativ ausfallen können. Die Frage, wie der neue US-Präsident in das Weltgeschehen eingreifen wird – wobei insbesondere der Umgang mit China relevant ist. Und schließlich die große Unbekannte, ob es Regierungen und Notenbanken gelingt, eine in vielen Ländern drohende Pleitewelle abzuwenden.

Peter Henrich: Für 2021 rechne ich mit einem sehr schwankungsreichen, aber langfristig positiven Börsenverlauf. Derzeit strömen viele unerfahrene Anleger neu in den Markt und treiben die Kurse. Die wirtschaftlichen Zahlen passen ja nicht wirklich zu den neuen Höchstständen an den Börsen. Die Spätfolgen der Pandemie für die Wirtschaft lassen sich nicht voraussagen. Letztlich hängt alles an den Notenbanken. Wenn die Märkte weiterhin mit Geld geflutet werden und die Zinsen langfristig im Keller bleiben, können die Börsen auch noch deutlich höher steigen.

Rolf Kieckebusch: Zu den großen Themen für 2021 zähle ich auch den unausgegorenen Brexit, vor allem aber die Bekämpfung des Klimawandels. Zusammen mit der Pandemie und dem Wechsel im Weißen Haus bedeutet das für die globalen Börsen reichlich Potenzial für volatile Kursverläufe.

Fischer: Wo sehen Sie die größten Chancen, Herr Kieckebusch?

Kieckebusch: Abseits des Corona-Geschehens sehen wir besondere Chancen durch die Nachhaltigkeitsbemühungen der Europäischen Union. Der „Green Deal“ ist das zentrale Finanzierungsinstrument, das besondere Investitionsmöglichkeiten bieten wird.

Klaus Hinkel: Die größten Chancen verorten wir aufgrund der sehr geringen Belastung durch die Pandemie im asiatischen Raum. Und wir glauben an gute Investitionsgelegenheiten durch Stockpicking von Wachstums-Perlen an den Aktienmärkten.

Henrich: Aus unsererer Sicht gibt es gute Gelegenheiten in Schwellenländern, allen voran in Asien und dort speziell in Vietnam. Darüber hinaus glauben wir, dass das zunehmende Bewusstsein für Nachhaltigkeit Fonds mit strengen ESG-Kriterien verstärkten Zulauf und den unterlegten Aktien eine bessere Entwicklung bescheren wird als „normalen“ Fonds.

Hirsch: Die größten Chancen bestehen darin, dass viel mehr Anleger als bislang erwartet zügig aus Anleihen in risikobehaftete Anlagen wechseln.

Frank Walter: Als eine der größten Chancen sehen wir unsere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit im Allgemeinen und auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) im Besonderen. Aufgrund der geplanten Umlenkung der Kapitalströme zu nachhaltigen Finanzen erwarten wir eine steigende Nachfrage nach solchen Geldanlagen. Der Übergang in eine CO2-ärmere Wirtschaft und die sich ändernden Verbrauchergewohnheiten begünstigen unsere nachhaltigen Investmentthemen Gesundheit, Bildung, Wasser, erneuerbare Energien, Innovationen und Ressourceneffizienz.

Fischer: Teilen Sie die Zuversicht für Anlagen in Asien?

Walter: Für uns zählt eine Rückbesinnung auf gute Handelsbeziehungen zu China zu den Hebeln, mit denen sich der Aufwärtstrend fortsetzen lässt.

Fischer: Wo sehen Sie die größten Risiken – insbesondere auch jenseits der Corona-Pandemie?

Hartmann: Als Risiken erachten wir unter anderem überraschende Firmenpleiten mit dem Ergebnis höherer Spreads. Zudem beobachten wir zunehmende Disruptionstendenzen bei Banken. Und durch die fiskalischen Stimuli der Regierungen könnte das Goldilocks-Umfeld, also moderates Wachstum bei geringer Inflation, gefährdet sein. Die Inflation könnte durch die Hilfsprogramme also steigen, was in höhere Renditen für Rentenpapiere münden würde.

Hirsch: Die größten Risiken bestehen in den Impfstoffen, da bei den Nebenwirkungen oder der Wirksamkeit noch neue unangenehme Erkenntnisse denkbar sind. Zudem ist der große Optimismus der Marktteilnehmer noch nicht deutlich abgebaut.

Henrich: Irgendwann muss die Korrektur bei den inzwischen heiß gelaufenen Tech-Werten kommen. Leider weiß man nicht, wann das sein wird. Also ist hier Vorsicht geboten. Es ist durchaus empfehlenswert, sich an das Jahr 2000 zu erinnern.

Fischer: Ein bisschen Vorsicht kann gewiss nicht schaden. Wie sind Ihre Fonds aktuell aufgestellt?

Barthels: Unser TBF Global Income hat sein Aktienexposure mit Hilfe von Index Futures abgesichert. Auf der Anleiheseite halten wir weiter an unseren Champions im High-Yield-Bereich fest. Unsere Duration liegt nahe drei. Das halten wir auch beim erwarteten Renditeanstieg für tolerierbar.

Garske: Unser Fonds ist weiterhin global aufgestellt – bei leichter Übergewichtung zyklischer Branchen.

Hirsch: Bei uns bleibt es bei ausgeprägter Diversifizierung über die Anlageklassen Absolute Return, Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Immobilien, Private Equity, Wald- und Agrarinvestments, Wandelanleihen sowie Liquidität für taktische Parkpositionen. Das Management erfolgt durch Acatis, DJE, Flossbach von Storch, Rothschild und Tiberius.

Walter: Die aktuell breitere Streuung auf Branchenebene reduziert gegenwärtig die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen und Sektoren. Das erscheint uns in Zeiten, in denen die Märkte hinsichtlich der Pandemie zwischen Angst und Hoffnung schwanken, ganz sinnvoll. Gleichwohl ist das Segment „Greentech“ mit Unternehmen im Bereich Brennstoffzelle und Wasserstoff als chancenorientiertes Investment beigemischt.

Henrich: Der von uns gemanagte Fonds ist prinzipiell immer breitgestreut aufgesetzt, hat aber aktuell eine zusätzliche Gewichtung in Asien und im Segment der Gesundheits- und -Fonds. Die Gold-Position haben wir nach den Rückgängen, die im August einsetzten, nahezu vollständig abgebaut. Außerdem haben wir unsere Position im Bereich der Fonds verstärkt, die nach ökologisch-ethisch-sozialen Kriterien investieren.

Hinkel: In unserem Value Aktiv Plus Fonds FV sind wir ausgewogen im Aktien- und Rentenbereich ausgerichtet – mit besonderem Bezug auf den deutschen Markt. Dank dieses Ansatzes sind wir gut geschützt durch die großen Verwerfungen im Jahr 2020 gekommen.

Kieckebusch: Den Investitionsschwerpunkt haben wir aktuell in Aktien innovativer Technologiekonzerne und etablierter Unternehmen des Gesundheitssektors gesetzt. Zu unseren Lieblingen zählen derzeit Adobe, Nextera Energy, ENLund Tomra Systems.

Fischer: Was planen Sie aktuell für Ihre Fonds, Frau Hartmann?

Hartmann: Wir werden unser Angebot um einen nachhaltigen Small- und Mid-Cap-Fonds erweitern. Der konzentriert sich auf kleinere Unternehmen, die ESG-Ansprüchen genügen.

Garske: Wir hatten ein herausragendes Jahr 2020. Das gute Ergebnis wurde nicht durch hohe Konzentration auf Technologiewerte und/oder Edelmetalle erzielt. Vielmehr ist es eine logische Konsequenz unserer Vorgehensweise, tagtäglich die Chancen und Risiken der globalen Märkte gegeneinander abzuwägen. Wir können die Aktienquote des Fonds je nach aktuellem, globalem Umfeld zwischen null und 95 Prozent steuern und wollen unser Fondsvolumen 2021 mindestens verdoppeln, nachdem uns das bereits 2020 gelungen ist.

Kieckebusch: Die konzeptionelle Positionierung unseres ENRAK Wachstum und Dividende global hat in dem hochvolatilen Marktumfeld des Jahres 2020 die Feuertaufe erfolgreich bestanden. Wir bleiben bei unserer Linie von regelmäßigen Ergebniskontrollen der strategischen Komponenten sowie der Allokation liquider Mittel.

Hirsch: Wir bleiben unserem Multi-Asset- und Multi-Manager-Ansatz treu: Das heißt breite Risikostreuung durch Diversifikation und Mandatierung hochkarätiger Managementhäuser, die sich für ihren Bereich durch besondere Expertise auszeichnen. Dass sich dieses Konzept auch in einem schwierigen Umfeld bewährt, hat der antea-Fonds schon mehrfach unter Beweis gestellt.

Hinkel: Mithilfe des schon genannten Aktien-Stockpickings von Wachstums-Perlen wollen wir in unserem ausgewogenen Mischfonds von der erwarteten positiven Aktien- und Kapitalmarktentwicklung profitieren.

Fischer: Wo sehen Sie die wichtigsten Pluspunkte Ihrer Strategie?

Henrich: Wir investieren nicht in einzelne Aktien, sondern konzentrieren uns auf die Auswahl von Fonds(-managern). Unser Haus verfügt über eine in jahrzehntelanger Arbeit aufgebaute Datenbank mit mehr als 100 000 Fonds- und Anlageklassen. Die Kursreihen reichen zum Teil bis in die 1950er-Jahre zurück. Das ermöglicht viele Analysen, die als Basis für unsere Entscheidungen dienen.

Walter: Wir haben eine First-Mover-Erfahrung bei nachhaltigen Geldanlagen. Unser Multi-Themen-Ansatz basiert auf den UN-Nachhaltigkeitszielen, die Investitionspotenzial bieten. Mit unserer Aktienstrategie auf den drei Säulen Nachhaltigkeit, Flexibilität und Qualität erreichen wir eine geringere Volatilität als herkömmliche Aktienfonds und liefern optimierte, risiko-adjustierte Erträge.

Barthels: Die Strategie bei unserem TBF Global Income besteht in der konsequenten Anwendung unsereres Risikomodells Q-Faktor bei der Aktienrisikosteuerung. Wir versuchen, schon frühzeitig positive Ratingänderungen zu erkennen oder setzen auf Corporate Action, also Kapitalmaßnahmen der Unternehmen.

Garske: Der von uns 2012 entwickelte apano-Stimmungsindex zeigt tagesaktuell absolut objektiv auf, wie sich die globalen Investoren verhalten. Wir können damit frühzeitig Änderungen der Anlegerstimmung erkennen. Seit Mitte 2016 kombinieren wir diesen Index mit unserer individuellen Expertise. Diese Kombination gewährleistet, dass der Fonds auf Kurs ist. Große Wertverluste konnten bislang zuverlässig verhindert werden. Mehr noch: Derzeit notiert der Fonds auf Rekordhoch.

Fischer: Was sind die wichtigsten Pluspunkte bei Ihnen, Herr Hinkel?

Hinkel: Diese liegen in der laufenden Portfolio-Anpassung durch aktiven Kauf und Verkauf von Aktien. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie schnell sich die Ertragslage von Unternehmen positiv oder negativ drehen kann. In einem solchen Marktumfeld sind aktive Manager klar im Vorteil.

Hirsch: Der wichtigste Pluspunkt bei uns ist die breite Diversifikation über verschiedenste Anlageklassen. Hier werden Risiken der Geldanlage gesenkt und ihre Chancen erhöht. Seit Unternehmensgründung im Jahr 2001 setzen wir diesen Ansatz in den Kunden- und Fondsportfolios um.

Kieckebusch: Wir vertrauen bei der Titelselektion auf einen nachhaltigen Bottom-up-Ansatz, der nicht auf antizyklische Investitionsstrategien, sondern auf vertrauenswürdige Marktmacht setzt. Aufgrund der Investition in tendenziell großkapitalisierte Werte ist unser Fonds hochliquide, was sich in unruhigen Marktphasen als großer Vorteil erweist.

Teilnehmende Vermögensverwalter

TBF Global Asset Management

Unser Ziel ist es, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und somit den steigenden Anforderungen des Marktes immer einen Schritt voraus zu sein. Seit der Gründung im Jahr 2000 agieren wir als inhabergeführtes Unternehmen, unabhängig von den Modeerscheinungen des Kapitalmarktes.

Perspektive Asset Management

Unsere Leidenschaft gilt den Finanzmärkten und ihrer Analyse nach sozialen und ökologischen Kriterien, damit Sie Ihr Geld auch verantwortungsbewusst und mit gutem Gewissen investieren können. Unsere Gesellschaft unterstützt aus eigener Überzeugung eine nachhaltige, rücksichtsvolle Lebensweise.

Hinkel & Cie. Vermögensverwaltung

Bereits seit über 120 Jahren zeichnet sich die Familie Hinkel durch unternehmerisches Denken und flexiblen Handeln aus. Dies sowie unser Leitgedanke zu einer breiten Diversifikation über verschiedene Asset-Klassen, stellen die Philosophie in unserer wertorientierten und individuellen Asset-Klassen-Vermögensverwaltung dar.

antea ag

Vermögen zu erhalten und zu mehren, ist in Zeiten des Negativzinses eine große Herausforderung. Ihr stellt sich Geschäftsführer Johannes Hirsch seit mehr als 30 Jahren, sowohl in Diensten seiner Vermögensverwaltungskunden als auch seiner Fondsanleger.

Moltrecht & Partner Asset Management

In unserer mehr als 40-jährigen Erfahrung haben sich Investmentfonds als ideale Anlagevehikel erwiesen. Daher haben wir uns auf Verwaltung von Investmentfonds-Portfolios spezialisiert. Dazu verwenden wir mathematische Modelle, eine in mehr als 30 Jahren aufgebaute, umfangreiche Datenbank und eine eigene Software. So können störende Emotionen bei den Anlageentscheidungen ausgeschaltet werden.

Kirix Vermögensverwaltung

Wir wollen keine schnellen Siege, wir laufen nicht weg, wenn es schwierig wird. Wir sind unermüdlich und dabei genügsam. Wir verteidigen das, was uns anvertraut wurde. Weniger mit Zähnen und Hufen, dafür mit allem, was wir aufbieten können.

2021-04-26T11:03:56+02:00